Prototyp – Partneransicht extraETF

Die Nutzerreise von RentenCheck

Von der Landing-Seite bis zum beauftragten Vertragsübertrag — in einem Diagramm und sechs Abschnitten erklärt.

RentenCheck begleitet einen Menschen mit Riester-Vertrag durch eine Entscheidung, die er ohne Hilfe nicht treffen kann: Was passiert 2027 mit meinem Vertrag, und was ist er eigentlich wert? Die Strecke ist so gebaut, dass sie an jedem Punkt eine vollständige und ehrliche Antwort liefert — und mit jeder zusätzlichen Angabe genauer wird. Wer keine Unterlagen hat, kommt trotzdem zum Ergebnis. Das ist die zentrale Entwurfsentscheidung: Wir blockieren nie auf einem Dokument.

Möglich wird das durch einen Datenschatz: die amtliche Liste aller in Deutschland zertifizierten Altersvorsorgeprodukte des Bundeszentralamts für Steuern. Über 5.000 Zertifikate vom Typ A — also Riester und Wohn-Riester — mit Anbieter, Produktname, Zertifizierungsnummer, Wirksamkeitsdatum und aktuellem Bestandshalter. Anbieter plus Abschlussjahr genügen, um einen Vertrag einer Tarifgeneration zuzuordnen. Genau das kann bisher kein Vergleichsportal.

Für Auftraggeber und Reviewer

Diese Seite richtet sich nicht an Endkunden. Sie erklärt den Aufbau, nennt zu jedem Abschnitt die dazugehörigen Screens, sagt offen, was im Prototyp echt gerechnet und was nachgestellt ist, und listet die offenen Fragen für die Abstimmung. Kommentare sind wie überall unten rechts möglich.

Sie ist deshalb bewusst dichter als ein Kundenbildschirm. Die Strecke selbst folgt seit dem 26. Juli 2026 der Vorgabe REDESIGN.md: ein Bildschirm, eine Entscheidung, alle Erklärungen hinter einer leisen Aufklappzeile. Wo diese Seite von Modellannahmen oder Randfragen spricht, liegen sie darum ebenfalls hinter „Modellannahmen"-Zeilen — aufklappen, wer es genau wissen will.


Überblick

Die sechs Abschnitte der Reise

Zweck und Erfolgskriterium je Abschnitt. Die ausführliche Beschreibung folgt unter dem Diagramm.

#AbschnittScreensZweckWoran wir Erfolg messen
1Einstieg und Verzweigungr1, r2, r3In drei Klicks klären, auf welchem der drei Wege der Nutzer weitergeht: Rechner, Dokument oder Kurz-Wizard.Über 70 % beantworten beide Einstiegsfragen.
2Dokumentenstrecker20, r21, r22Ein Foto reicht. Aus dem Dokument entstehen Anbieter, Produkt, Tarifgeneration und echte Zahlen. Die Prüfseite schafft Vertrauen: Der Nutzer sieht, dass wir richtig gelesen haben.Über 30 % laden ein Dokument hoch, wenn wir danach fragen.
3Kurz-Wizard ohne Unterlagenr30, r31, r32Drei Fragen, kein Dokument, trotzdem eine Zuordnung auf Generationsebene. Der Anbieter-Picker löst Vertriebsmarken auf: „Deutsche Bank" führt zu Zurich Deutscher Herold.Über 70 % schließen die drei Schritte ab.
4Fragenstrecker10 bis r19bZehn Fragen, eine pro Bildschirm — sichtbar nur Fortschritt, Frage und Antwort. Begründung, Fundstelle und weiterführender Link liegen hinter einer Aufklappzeile. Vorbefüllte Antworten werden übersprungen.Abbruchquote je Frage unter 10 %.
5Ergebnis und Registrierungr40, r41, r42Eine Zahl, groß und verständlich. Die ausführliche Auswertung ist der Grund, die E-Mail-Adresse zu hinterlassen.Qualitative Reaktion „das kennt meinen Vertrag" am Ergebnis; Registrierungsquote als Leitkennzahl.
6Kundenbereich und Abschlussr50, r51, r52Zwei Ausgänge: Depot bei extraETF eröffnen — oder Übertrag-Check mit anschließendem Transfer-Service. Letzterer ist der neue Wertbeitrag in der Kette.Anteil der Nutzer, die Depot vormerken oder den Übertrag-Check starten.

Ablauf

Das Ablaufdiagramm

Das Diagramm zeigt alle Verzweigungen. Rauten sind Entscheidungspunkte, Rechtecke sind Screens. Die drei Wege laufen bei der Frage nach dem Geburtsjahr zusammen.

flowchart TD
    L[r1 Landing<br/>Wertversprechen + 2027-Hook] --> Q1{r2 Haben Sie bereits<br/>eine Riester-Rente?}

    Q1 -- Nein --> CALC[Rechner-Pfad<br/>Was bringt mir das AV-Depot?]
    Q1 -- Ja --> Q2{r3 Haben Sie Unterlagen<br/>zur Hand?<br/>Jahresbescheinigung / Police}

    Q2 -- Ja --> UP[r20 Upload / Foto]
    UP --> UPX[r21 Extraktion läuft…]
    UPX --> UPR[r22 Stimmt das?<br/>Review + Korrektur<br/>vorbefüllt: Zurich db FörderRente]

    Q2 -- Nein --> W1[r30 Anbieter/Gegenpartei<br/>Picker mit Marken-Aliasing]
    W1 --> W2[r31 Aktueller Monatsbeitrag]
    W2 --> W3[r32 Abschlussjahr]

    CALC --> C1[r10 Geburtsjahr]
    UPR --> C1
    W3 --> C1

    C1 --> C2[r11 Renteneintritt 65/67/70]
    C2 --> C3[r12 Erwerbsstatus<br/>+ Förderberechtigung-Hinweis]
    C3 --> C4{r13 Riester-Vertrag?<br/>vorbefüllt wenn bekannt}
    C4 -- Ja --> C5[r14 Abschlussjahr] --> C6[r15 Produkttyp] --> C7[r16 Monatsbeitrag] --> C8[r17 Vorjahreseinkommen brutto]
    C8 --> C9[r18 Vertragswert optional<br/>+ Garantiewert / Zulagenstatus]
    C4 -- Nein --> C8b[r17 Vorjahreseinkommen brutto]
    C9 --> K1[r19 Anzahl Kinder]
    C8b --> K1
    K1 -- >0 --> K2[r19b je Kind: Geburtsjahr<br/>+ Kindergeldanspruch]
    K1 -- 0 --> R
    K2 --> R[r40 ERGEBNIS<br/>EINE Zahl: Dein Vorteil<br/>+ Gesamtvorteil bis Rente]

    R --> REG[r41 Registrierung<br/>nur E-Mail + Consent]
    REG --> CODE[r42 Code / Magic-Link<br/>mock: Code sichtbar]
    CODE --> DASH[r50 Kundenbereich<br/>Situation + Dokumente + Details]

    DASH --> CTA1[r51 CTA: AV-Depot bei<br/>extraETF eröffnen]
    DASH --> CTA2[r52 Übertrag-Check:<br/>2 Dokumente hochladen<br/>→ Transfer-Service]

Quelle des Diagramms ist wörtlich der Mermaid-Block aus PLAN.md. Gezeichnet wird mit der lokal eingebundenen Bibliothek assets/mermaid.min.js (Version 11.16.0) — kein Aufruf an fremde Server. Beim Umschalten zwischen Hell und Dunkel wird das Diagramm mit den Farben der Stilvorlage neu gezeichnet. Auf schmalen Geräten steht es in einem waagerecht rollenden Rahmen: bitte seitlich wischen.


Abschnitt 1

Einstieg und Weiche

Zweck

Zwei Fragen entscheiden über den ganzen weiteren Weg: Gibt es schon einen Riester-Vertrag, und liegen Unterlagen dazu vor? Die Landing-Seite liefert davor nur das Wertversprechen und den Anlass — die Reform zum 1. Januar 2027. Kein Formular, keine Registrierung, keine E-Mail-Abfrage. Wer nichts hat, landet im Rechnerpfad und sieht, was ein Altersvorsorgedepot für ihn bedeuten würde.

Schlüsselbildschirme

Echt oder nachgestellt

Echt: die Weichenlogik. Die Antworten landen in rc_state im Browser (quelle, hatRiester, unterlagenZurHand) und steuern, welche Fragen später übersprungen werden.

Nachgestellt: nichts. Es werden keine Daten übertragen.

Modellannahmen

Keine. In diesem Abschnitt wird nicht gerechnet.

Abschnitt 2

Upload-Pfad

Zweck

Ein Foto reicht. Aus einer Standmitteilung, einem Versicherungsschein oder einem Reformschreiben entstehen Anbieter, Produktname, Zertifizierungsnummer, Vertragsbeginn und die echten Beträge. Die Prüfseite ist der Vertrauensmoment der ganzen Strecke: Der Nutzer sieht Feld für Feld, was wir gelesen haben, und korrigiert, was falsch ist. Danach steht die Sicherheitsstufe auf „hoch".

Schlüsselbildschirme

Echt oder nachgestellt

Nachgestellt: die Auslesung selbst. Jede Datei — auch ein leeres PDF — führt zum gleichen echten Beispielfall: Zurich db FörderRente Premium, Zertifikat 003938, Versicherungsbeginn 2008. Die Werte stammen aus einer tatsächlichen Jahresbescheinigung: Guthaben 27.764,95 €, Beitragsgarantie 37.567,37 €, Beiträge 1.946,04 €, Zulagen 785,81 €, Verwaltungskosten 325,80 € (darin 203,57 € Fondskosten).

Echt: die Prüfseite ist voll bedienbar, jedes Feld korrigierbar, und die bestätigten Werte fließen in die Rechnung. Echt ist auch die Zuordnung der Zertifizierungsnummer zur Produktdatenbank.

Modellannahmen

Aus dem Dokument entnommene Kosten werden gegen die Bandbreite der Tarifgeneration verglichen. Der Golden Path bestätigt die Kostenannahme: 325,80 € auf 27.764,95 € Guthaben sind rund 1,17 % pro Jahr — die Modellannahme liegt bei 1,3 % (siehe CALC-NOTES.md B2).

Abschnitt 3

Kurz-Wizard

Zweck

Drei Fragen für alle, die keine Unterlagen zur Hand haben: Wer ist die Gegenpartei, wie viel zahlen Sie heute, wann haben Sie abgeschlossen? Damit ist eine Zuordnung auf Generationsebene möglich. Der Anbieter-Picker löst Vertriebsmarken auf — wer „Deutsche Bank" wählt, landet beim Risikoträger Zurich Deutscher Herold, denn dort liegt der Bestand.

Schlüsselbildschirme

Echt oder nachgestellt

Echt: die Anbieter- und Produktzuordnung auf Basis der BZSt-Zertifikatsliste, verdichtet auf Marken und Tarifgenerationen. Quelle ist die amtliche Liste mit Stand 21.01.2026, 6.479 Zertifikate, davon 5.220 vom Typ A.

Nachgestellt: nichts an der Logik — aber die Bedingungsdaten je Generation sind im Prototyp auf wenige Beispielgenerationen begrenzt.

Modellannahmen

Ohne Dokument gilt die generationstypische Annahme: Bruttorendite 3,3 % pro Jahr abzüglich 1,3 % laufender Kosten ergibt 2,0 % netto. Begründung ist die gesetzliche 100-%-Beitragsgarantie, die in der Niedrigzinsphase eine hohe Anleihequote erzwingt. Das ist ein Generationen-Benchmark, nicht die Rendite eines konkreten Vertrags — die Sicherheitsstufe steht deshalb auf „niedrig" bis „mittel".

Abschnitt 4

Konvergenz-Wizard

Zweck

Hier laufen alle drei Wege zusammen. Eine Frage pro Bildschirm — und pro Bildschirm nur vier sichtbare Dinge: Fortschritt, Frage, Antwortmöglichkeit, Weiter. „Warum fragen wir das?", „Wo finde ich das?" und der weiterführende Link auf Gesetz, BZSt oder Verbraucherzentrale liegen hinter einer leisen Aufklappzeile; wer die Frage versteht, klickt durch und liest keinen Erklärabsatz. Was aus einem Dokument oder aus dem Kurz-Wizard schon bekannt ist, wird vorbefüllt und mit dem Hinweis „Aus deinem Dokument übernommen" gezeigt — nie stumm übersprungen.

Schlüsselbildschirme

Echt oder nachgestellt

Echt: Fragenlogik, Vorbefüllung, Sprünge und die Zuordnung des Erwerbsstatus zur Förderberechtigung nach § 79 EStG — unmittelbar, mittelbar oder nicht förderberechtigt, jeweils mit ehrlichem Hinweis.

Nachgestellt: nichts. Alle Angaben bleiben im Browser.

Modellannahmen

Die Restlaufzeit rechnet Geburtsjahr + Renteneintrittsalter − aktuelles Jahr; Monate werden ignoriert. Ob das gewählte Alter zur gesetzlichen Regelaltersgrenze passt, prüfen wir nicht.

Aus dem Bruttoeinkommen wird das zu versteuernde Einkommen geschätzt: abzüglich Arbeitnehmeranteile für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung, Werbungskosten- und Sonderausgabenpauschbetrag. Angenommen wird der Grundtarif 2025 ohne Splitting, ohne Solidaritätszuschlag, ohne Kirchensteuer. Der Steuervorteil ist damit eine Größenordnung, keine Bescheidzahl.

Der Kindergeldanspruch wird über die gesamte Laufzeit konstant gehalten. Das ist die relevanteste Überschätzung des Modells: Real endet er meist lange vor dem Rentenbeginn (siehe CALC-NOTES.md B6).

Warum 13 Erwerbsstatus-Optionen?

Das Briefing nennt zehn Berufsgruppen aus einem bestehenden Rechner. Drei Lebenslagen fehlten, die für die Förderberechtigung entscheidend sind: Studium, Arbeitslosigkeit und Elternzeit. Sie sind ergänzt, weil gerade dort die Antwort „mittelbar förderberechtigt" oder „nicht förderberechtigt" lautet — und weil ein Rechner, der diese Fälle nicht kennt, falsch rechnet. Ob die Liste in dieser Form bleibt, steht als offene Frage 6 zur Abstimmung.

Abschnitt 5

Ergebnis und EINE Zahl

Zweck

Eine Zahl, groß und allein: Dein Vorteil pro Jahr, darunter der Gesamtvorteil bis zum Rentenbeginn. Alles Weitere folgt unterhalb des ersten Bildschirms oder hinter Aufklappern — Aufschlüsselung in drei Bestandteile, Vertrags-Karte mit Sicherheits-Badge, Ampel für die drei Wege zum 1. Januar 2027, Abschnitt „Annahmen und Grenzen". Die Zahl ist ein Erwartungswert, keine Zusage; das sagt die Seite selbst, nicht das Kleingedruckte.

Schlüsselbildschirme

Echt oder nachgestellt

Echt: die gesamte Zulagen- und Förderrechnung. 4-Prozent-Regel, Grundzulage 175 €, Kinderzulage 185 bzw. 300 €, Sockelbetrag 60 €, Höchstbetrag 2.100 €, Zulagenkürzung bei Unterzahlung, Näherung für Sonderausgabenabzug und Günstigerprüfung. Sechs Werte eines externen Referenzrechners werden exakt reproduziert und sind als Test festgeschrieben.

Annahme, nicht Recht: alles, was das Altersvorsorgedepot betrifft.

Modellannahmen

Bestandsvertrag 2,0 % netto pro Jahr, Altersvorsorgedepot 5,8 % brutto minus 0,3 % Kosten gleich 5,5 % netto, nominal. Beiträge monatlich nachschüssig, Zulagen zum Jahresende ohne Verzinsung im laufenden Jahr. Die Beitragsgarantie wirkt als Untergrenze zum Rentenbeginn — bei kurzen Restlaufzeiten kann „behalten" dadurch tatsächlich gewinnen, und das Modell zeigt das auch so.

Nicht gerechnet: Inflation (alle Werte nominal), Schwankung und Reihenfolge der Renditen, Verrentungsphase und Rentenhöhe, Übertragungskosten, Beitragsdynamik, Hinterbliebenen- und Invaliditätsschutz im Altvertrag. Verglichen wird das Kapital zum Rentenbeginn.

Wichtig, bevor Sie über eine Kündigung nachdenken

Eine Kündigung Ihres Riester-Vertrags gilt steuerlich als schädliche Verwendung (§ 93 EStG). Dann müssen alle staatlichen Zulagen und alle Steuervorteile, die Sie über die Jahre erhalten haben, zurückgezahlt werden. Nach Ihren bisherigen Angaben wären das schätzungsweise 13.950 €. Zusätzlich behalten viele Anbieter bereits verrechnete Abschlusskosten ein — der Auszahlungsbetrag liegt dann oft deutlich unter der Summe Ihrer Einzahlungen.

Ein Übertrag auf einen anderen förderfähigen Vertrag oder eine Beitragsfreistellung löst diese Rückzahlung nicht aus. Prüfen Sie diese Wege zuerst.

Rechtsgrundlage: § 93 EStG – Schädliche Verwendung ↗

Dieser Warnhinweis ist Pflichttext und erscheint überall, wo eine Kündigung vorkommt — auch hier, weil die Ampel auf der Ergebnisseite den Weg „kündigen und auszahlen lassen" benennt. Seit dem Redesign entscheidet die Lautstärke nach Anlass: als lauter Kasten nur dort, wo Kündigen eine angebotene Wahlmöglichkeit ist (r52, Weg 4), sonst als leise Zeile in Warnfarbe — so wie oben. Der Prototyp rechnet die Kündigung bewusst nicht durch: Das wäre eine Empfehlung mit Rückzahlungsfolge.

Abschnitt 6

Registrierung

Zweck

Die E-Mail-Adresse ist das eigentliche Ziel des Funnels — ohne sie gibt es keine spätere Ansprache und keinen Abschluss. Deshalb steht die Registrierung nach dem Ergebnis: Der Nutzer hat seine Zahl schon gesehen und weiß, wofür er die Adresse hergibt. Abgefragt wird nur die E-Mail-Adresse plus Einwilligung, kein Name, kein Passwort. Bestätigt wird über einen Code.

Schlüsselbildschirme

Echt oder nachgestellt

Nachgestellt: vollständig. Es wird keine E-Mail versendet, es gibt kein Konto und kein Passwort. Der Code lautet sichtbar 123456. Der Zustand registriert wird nur im Browser gesetzt.

Echt: die Abfolge und die Texte — inklusive der Einwilligung und des Hinweises, dass die Angaben den Browser nicht verlassen.

Modellannahmen

Keine. Zum Zeitpunkt der Registrierung ist die Rechnung bereits abgeschlossen; die Ergebniswerte werden mit dem Berechnungsdatum im Zustand festgehalten.

Abschnitt 7

Kundenbereich und Übertrag

Zweck

Der Kundenbereich hält die Situation fest und bietet zwei Ausgänge. Der erste ist der klassische: ein Altersvorsorgedepot bei extraETF eröffnen. Der zweite ist der neue Wertbeitrag: der Übertrag-Check. Nach dem Hochladen von Jahresbescheinigung und Versicherungsschein prüfen wir, ob der Bestandsvertrag förderunschädlich übertragbar ist — und übernehmen den Übertrag als Dienstleistung. Kein Vergleichsportal macht das heute.

Schlüsselbildschirme

Echt oder nachgestellt

Nachgestellt: Übertrag und Depoteröffnung. Keine Anbindung an Anbieter, kein Zahlungsverkehr, keine Vertragsabschlüsse, keine Vollmacht. Die Dokumenten-Uploads setzen nur einen Zustand.

Echt: die Prüflogik dem Grunde nach — ob ein Übertrag förderunschädlich ist, hängt an § 93 EStG und an der Zertifizierung des Zielprodukts, nicht am Wohlwollen des Anbieters. Echt sind auch die Kommentare auf jedem Screen: dauerhaft gespeichert, Autorenkennung aus der Zugangsanmeldung.

Modellannahmen

Übertragungskosten, Rückkaufsabschläge und Storno werden mit 0 € angesetzt. Das begünstigt den Übertrag und ist die wesentliche Vereinfachung dieses Abschnitts — echte Übertragungsentgelte sind anbieterindividuell und stehen nur in den Vertragsbedingungen. Der Übertrag setzt außerdem voraus, dass das Altersvorsorgedepot als förderfähiges Zielprodukt zugelassen wird; das steht bis zum endgültigen Gesetzestext unter Vorbehalt.


Prinzip

Die drei Genauigkeitsstufen

Jede Stufe liefert ein vollständiges Ergebnis. Mehr Angaben führen nicht zu einer anderen Antwort, sondern zu einer schärferen — und die Seite sagt jederzeit, auf welcher Stufe sie steht.

StufeEingabeErgebnisSicherheit
Stufe 0 — ohne UnterlagenAnbieter, Produktart, AbschlussjahrVertrags-Karte auf Generationsebene, Ampel, erste Zahlniedrig bis mittel
Stufe 1 — ein FotoJahresbescheinigung, Versicherungsschein oder ReformschreibenEchte Beträge, Kostenvergleich gegen Generations-Bandbreiten, geschärfte Zahlhoch
Stufe 2 — Unterlagen vom AnbieterZweitschrift nach § 3 Abs. 4 VVG, Datenauskunft nach Art. 15 DSGVOAussage auf Vertragsebene: Rentenfaktor, Anpassungsklausel, Übertragungsentgelthoch, vertragsindividuell

Ehrlichkeit

Was echt ist und was im Prototyp nachgestellt ist

Die Kurzfassung über alle Abschnitte hinweg. Diese Tabelle ist die verbindliche Auskunft für Reviewer.

BereichZustand
Zulagen- und FörderrechnungEcht. 4-Prozent-Regel, Grundzulage, Kinderzulage, Sockelbetrag, Näherung für Sonderausgabenabzug und Günstigerprüfung. Formeln in CALC-NOTES.md.
Anbieter- und ProduktzuordnungEcht, auf Basis der BZSt-Zertifikatsliste, verdichtet auf Marken und Tarifgenerationen.
DokumentenauslesungNachgestellt. Jede Datei führt zum echten Beispielfall Zurich db FörderRente Premium mit Versicherungsbeginn 2008; die Werte stammen aus einer tatsächlichen Jahresbescheinigung. Die Prüfseite ist voll bedienbar.
RegistrierungNachgestellt. Es wird keine E-Mail versendet, der Code lautet sichtbar 123456.
Übertrag und DepoteröffnungNachgestellt. Keine Anbindung an Anbieter, kein Zahlungsverkehr, keine Vertragsabschlüsse.
Bedienverhalten der FragenstreckeEcht. Eindeutige Einfachauswahl-Kacheln beantworten und schalten weiter (kurze Bestätigung, dann Wechsel — bei prefers-reduced-motion verkürzt). Erklärungen liegen hinter je einer Aufklappzeile pro Bildschirm, nicht offen daneben.
KommentareEcht. Persistente Speicherung, Autorenkennung aus der Zugangsanmeldung.
Die größte Annahme: das Altersvorsorgedepot selbst

Das Altersvorsorgedepot ist Teil des Reformvorhabens zur privaten Altersvorsorge. Zum Erstellungszeitpunkt dieses Prototyps liegt kein verkündetes Gesetz vor. Ausgestaltung, Förderhöhe, Förderberechtigung, Beitragsgrenzen, Auszahlungsregeln und der Starttermin können sich ändern oder ganz entfallen. Jede Ausgabe, die darauf beruht, ist im Prototyp als Szenario gekennzeichnet — nie als Zusage.


Abstimmung

Offene Fragen

Punkte, die der Prototyp bewusst offen lässt, weil sie eine Entscheidung des Auftraggebers brauchen. Die ersten fünf stammen aus den Briefings, die drei danach aus dem Bau des Prototyps.

1Positionierung

Reines Auswertungswerkzeug oder Vermittlung nach § 34d GewO mit Maklermandat? Ein Mandat öffnet den dokumentenfreien Datenzugang über BiPRO, verändert aber den aufsichtsrechtlichen Rahmen.

2Erlösmodell

Endkundengeschäft mit Freemium-Ansatz oder Weiß-Label-Geschäft über Banken und Verbände? Beide Wege sind belegt — die Entscheidung bestimmt, wem die Nutzerbeziehung gehört und wer die E-Mail-Adresse bekommt.

3Datenschatz

Lizenz einer Bedingungsdatenbank wie Morgen & Morgen oder Franke & Bornberg — oder organischer Aufbau über Archivquellen, Nutzerbeiträge und Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz beim BZSt?

4Rechtliche Prüfung

Wo endet die zulässige Wiedergabe von Vertragsbedingungen, wo beginnt die reine Parameterdatenbank? Der rechtliche Hinweis muss anwaltlich geprüft werden.

5Rechenstand 2027

Die Reform ist noch nicht endgültig. Alle Aussagen zum Altersvorsorgedepot stehen unter Vorbehalt des endgültigen Gesetzestextes.

6Erwerbsstatus: welche Optionen?

Das Briefing nennt zehn Berufsgruppen. Der Prototyp ergänzt Studium, Arbeitslosigkeit und Elternzeit, weil die Förderberechtigung genau dort kippt. Offen bleibt, ob die Liste so bleibt — und ob mittelbar Förderberechtigte (Ehegatten) eine eigene Option brauchen statt eines Hinweises.

7Transfer-Service: eigene Abwicklung oder Upvest?

Der Übertrag ist der neue Wertbeitrag in der Kette. Ob er über einen Abwicklungspartner wie Upvest läuft oder direkt beim Depotanbieter, ist offen. Die Entscheidung betrifft Haftung, Vollmachtstexte, Bearbeitungsdauer und die Frage, ob RentenCheck den Übertrag selbst beauftragt oder nur vorbereitet.

8Risikoprofil-Frage

Bewusst weggelassen, um die Strecke kurz zu halten. Sobald echte Produktempfehlungen ausgesprochen werden sollen, wird sie aufsichtsrechtlich unvermeidbar — dann verlängert sich die Fragenstrecke.